Lieferando-Provision: Was Sie wirklich zahlen – und was ein eigener Webshop spart
Stand: August 2026
Jede Bestellung, die über eine Lieferplattform hereinkommt, kostet Sie einen Anteil vom Umsatz. Nicht einmalig, nicht pauschal – bei jeder einzelnen Bestellung, jeden Abend, jedes Jahr. Die meisten Gastronomen kennen ihren Provisionssatz. Was er übers Jahr gerechnet bedeutet, rechnen die wenigsten nach. Genau das machen wir hier.
Wie sich die Kosten zusammensetzen
Bei Lieferando hängt die Provision davon ab, wer fährt:
- Sie liefern selbst: rund 13 % vom Bestellwert.
- Lieferando-Kuriere liefern: bis zu 30 % vom Bestellwert.
Dazu kommen je nach Vertrag Gebühren für die Zahlungsabwicklung bei Online-Zahlung. Seit April 2025 zahlt außerdem Ihr Gast eine Servicegebühr von 2,5 % des Warenkorbs (gedeckelt auf 0,99 € pro Bestellung) – das Essen wird für ihn also teurer, ohne dass bei Ihnen mehr ankommt.
Die Sätze können sich ändern und je nach Vertrag abweichen – ein Blick in die eigene Monatsabrechnung zeigt den tatsächlichen Wert. Für die Rechnung unten genügt er ohnehin: Tragen Sie einfach Ihren eigenen Satz ein.
Die Rechnung, die jeder Lieferdienst einmal machen sollte
Nehmen wir einen mittleren Lieferdienst, der selbst fährt: 20 Bestellungen am Tag über die Plattform, im Schnitt 25 € pro Bestellung, an 26 Tagen im Monat.
| Plattform-Umsatz im Monat | 13.000 € |
| Provision 13 % | 1.690 € im Monat |
| Aufs Jahr gerechnet | 20.280 € |
Zwanzigtausend Euro im Jahr – dafür arbeitet in vielen Betrieben ein Mensch mehrere Monate. Und wer die Lieferando-Kuriere nutzt, liegt beim gleichen Umsatz bei bis zu 3.900 € im Monat.
Zum Vergleich: Ein eigener Webshop kostet bei DevyPOS keine Provision, sondern ist im Kassensystem enthalten – ab 99 € netto im Monat für Kasse und Webshop zusammen. Die Differenz muss man nicht schönrechnen.
Warum trotzdem niemand einfach kündigen sollte
Jetzt der ehrliche Teil, den viele Anbieter weglassen: Die Plattform hat etwas, das Ihr Webshop nicht hat – Reichweite. Wer neu in der Stadt ist oder Hunger hat und keinen Namen im Kopf, öffnet die App und scrollt. Dort nicht zu stehen heißt, für diese Kundschaft unsichtbar zu sein.
Die Provision ist also kein Betrug, sondern der Preis für Neukunden. Das Problem ist ein anderes: Sie zahlen den Neukundenpreis auch für Ihre Stammkunden. Der Gast, der seit Jahren jeden Freitag bei Ihnen bestellt, würde auch direkt bei Ihnen bestellen – wenn es einen bequemen Weg gäbe. Gibt es den nicht, bestellt er über die App, und Sie geben 13 % ab für einen Kunden, den Sie längst gewonnen hatten.
Die Doppelstrategie: Plattform für Neue, Webshop für Stammkunden
Der rechnerisch sinnvolle Weg ist deshalb selten „Lieferando kündigen“, sondern:
- Auf der Plattform bleiben – als Schaufenster für Leute, die Sie noch nicht kennen.
- Einen eigenen Webshop betreiben – gleiche Karte, gleiche Preise, Ihr Name, Ihr Design.
- Stammkunden aktiv umleiten: ein Flyer mit QR-Code in jeder Tüte, ein Hinweis am Telefon, ein Aufkleber auf dem Pizzakarton. Wer mag, gibt Erstbestellern im eigenen Shop einen kleinen Rabatt – der ist nach einer Bestellung wieder drin.
Schon wenn nur die Hälfte der Stammbestellungen in den eigenen Shop wandert, spart der Beispielbetrieb oben mehrere hundert Euro im Monat. Jeden Monat, dauerhaft. Und die Kundendaten – wer bestellt was, wie oft, wohin – liegen bei Ihnen statt bei der Plattform.
Worauf es beim eigenen Webshop ankommt
Ein Webshop spart nur dann wirklich Arbeit, wenn er kein Insel-System ist. Drei Dinge sollten Sie voraussetzen:
- Bestellungen landen direkt in der Kasse. Kein Tablet, von dem jemand abtippt, kein zweiter Bondrucker, der niemandem gehört. Die Webshop-Bestellung steht in derselben Liste wie die Telefonbestellung und druckt denselben Küchenbon.
- Gleiche Karte, gleiche Pflege. Wer die Speisekarte an zwei Orten pflegen muss, pflegt sie irgendwann nur noch an einem. Shop und Kasse müssen aus einer Quelle kommen – Preise, Größen, Zutaten, Aktionen.
- Online-Zahlung und Barzahlung. Kartenzahlung im Shop (bei DevyPOS über Stripe) plus Barzahlung bei Lieferung, und die Preise rechnet immer der Server – am Shop lässt sich nichts drücken.
Genau so ist der Webshop in DevyPOS gebaut: Er gehört zu jeder Instanz dazu, Bestellungen stehen ohne Umweg in der Kasse, und eine Provision gibt es nicht – bei 20.000 € oder bei 200.000 € Online-Umsatz im Jahr.
Fazit
Die Plattform-Provision ist gut angelegtes Geld für Kunden, die Sie noch nicht kennen – und schlecht angelegtes Geld für alle anderen. Ein eigener Webshop dreht dieses Verhältnis: Neukunden kommen weiter über die Plattform, das Stammgeschäft läuft provisionsfrei über Sie selbst.
Wenn Sie die Rechnung für Ihren Betrieb einmal mit echten Zahlen sehen wollen: Fragen Sie eine Vorführung an – wir rechnen es mit Ihrer Monatsabrechnung gemeinsam durch.
Sehen, wie das im Alltag aussieht?
Eine Vorführung dauert eine halbe Stunde und läuft an Ihrem Beispiel: Bestellung, Küchenbon, Fahrertour, Abschluss.
Vorführung anfragen